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30. Juni 2008

Erfolg ist planbar: Hilfestellung für Berufsanfänger bei der Existenzgründung

Die Existenzgründung von Zahnärzten wurde von Gesundheitsreform zu Gesundheitsreform immer schwieriger. Hohe Investitionskosten, sinkende Einnahmen aus den "gesetzlichen Krankenkassen" und steigenden Kosten bringen dem Existenzgründer und der finanzierenden Bank höheres Risiko.

Zahnarztpleiten sind keine Seltenheit mehr, so dass Zahnärzte auch im Bankenrating nicht mehr an den vorderen Plätzen rangieren. Um so wichtiger ist es, eine Existenzgründung sowohl fachlich-zahnmedizinisch als auch betriebswirtschaftlich gut vorzubereiten. „Der junge Zahnarzt muss zu seiner Existenzgründung und durch die ersten Monate seiner selbständigen Tätigkeit geführt werden“, glaubt Werner Hartwig betriebswirtschaftlicher Berater der NWD Consult. „Die ersten Schritte sind auch hier die schwersten.“

Gemeinsam müssen NWD-Berater und Existenzgründer zunächst die individuellen Erfolgsfaktoren für den zukünftigen Start in die Selbständigkeit sowohl zahnmedizinisch als auch betriebswirtschaftlich entwickeln. Anschaulich und mit wirklichem Nutzen kann das nur in ein schriftliches Praxiskonzept münden. Alles, was schriftlich niedergelegt wird, wird besser zu Ende gedacht und das „Für und Wider“ besser überprüft. Der Vorgang „Existenzgründung“ wird so vorausgedacht und kann der finanzierenden Bank als „Businessplan“ vorgestellt werden.

Das Existenzgründungskonzept gliedert sich in drei Bereiche: es stellt die Rahmenbedingungen am Ort der Niederlassung inklusive möglicher Konkurrenzsituation dar, es beinhaltet ein zahnärztliches Konzept zu Behandlungsschwerpunkten und erwünschter Patientenstruktur und liefert außerdem das betriebswirtschaftliche Konzept dazu. Die Planungsberechnungen werden über mindestens drei Jahre dargestellt und dienen nach der Existenzgründung als Grundlage für das Praxiscontrolling (Soll-Ist-Vergleich). Diese Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätsberechnung mit Liquiditätsrechnung stellt die Sollvorgabe für den Existenzgründer dar. An ihr lernt er, den unternehmerischen Anspruch an sich selbst zu erkennen und in sein tägliches Behandlungssystem zu integrieren.

Der Soll-Ist-Vergleich wird zu Beginn monatlich, später vierteljährlich durchgeführt. Er ist nicht nur eine notwendige Erfolgskontrolle, sondern stellt für die Existenzgründung einen Schulungsprozess zur Entwicklung seines unternehmerischen Denkens dar. Die Möglichkeit, gerade am Anfang große und teure Fehler zu begehen, reduziert sich dadurch enorm.

Das Konzept ist vor dem Finanzierungsgespräch mit der Bank fertig zu stellen. Durch die Vorbereitung des Konzeptes erlangt der Existenzgründer die Fähigkeit, sich der Bank als Unternehmer zu präsentieren. Die Finanzierungsbewilligung ist abhängig von dem Vertrauen der Bank in die Fähigkeiten und die Persönlichkeit des Unternehmers „Zahnarzt“. Die Bank beurteilt den Existenzgründer nach der Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur die Kredite zurückgezahlt, sondern auch Vermögensanlagen möglich werden.

Ein solches Praxisgründungskonzept wird vom Existenzgründer in Zusammenarbeit mit dem Berater der NWD Consult individuell erstellt. Ergänzend und vorbereitend hierzu bietet NWD Consult im zweiten Halbjahr 2008 verschiedene Workshops für Existenzgründer anbieten. 

Weitere Informationen unter 0251/7607-372